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Kennzahlen |

Vienna Insurance Group mit Prämienplus in Q1-3/2020

Standard & Poor’s Rating „A+“ mit stabilem Ausblick erneut bestätigt

  • Prämienvolumen um 1,7 % auf rund 8 Mrd. Euro gesteigert
  • Gewinn vor Steuern vor Firmenwertabschreibungen entwickelt sich weiterhin positiv
  • Gewinn vor Steuern nach Firmenwertabschreibungen um 29 % auf 266 Mio. Euro verringert 
  • Combined Ratio auf 96,1 % verbessert

Standard & Poor’s bestätigt erneut VIG-Rating „A+“ mit stabilem Ausblick
Die internationale Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat am 25. November 2020 das Rating der Vienna Insurance Group mit „A+“ und stabilem Ausblick erneut bestätigt. Das Geschäftsrisikoprofil der VIG wird demnach weiterhin als stark bewertet. S&P begründet dies mit der marktführenden Position der Gruppe in Österreich und CEE, ihrer Mehrmarkenstrategie, dem etablierten Vertriebsnetz sowie einer breiten geografischen und produktspezifischen Diversifikation. Das Finanzrisikoprofil der Vienna Insurance Group schätzt die Ratingagentur wie im Vorjahr als sehr stark ein. Die Kapitalausstattung der Gruppe sei exzellent und wird im Rating-Report als eine der Hauptstärken angeführt. Die umsichtigen Underwriting Standards sowie die Ertragsgenerierungsfähigkeiten der Vienna Insurance Group machen es möglich, Kapitalpolster auch in 2021 auf mindestens sehr hohem Level zu halten. Im Schaden-Unfall-Bereich sei die VIG zudem weniger anfällig auf Verluste durch COVID-19 als einige Mitbewerber. Weiterführende Informationen sind unter www.vig.com/rating zu finden.

Solide operative Geschäftsentwicklung
Ein solides operatives Versicherungsgeschäft verzeichnet die Vienna Insurance Group (Wiener Versicherung Gruppe) auch nach drei Quartalen im Jahr 2020. Die Prämieneinnahmen konnten im Vergleich zum Vorjahr auf rund 8 Mrd. Euro erhöht werden. Die Combined Ratio hat sich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 96,1 % verbessert. Die anhaltende COVID-19 Pandemie zeigt deutliche Auswirkungen auf das Finanzergebnis, welches um 18 % auf 513 Mio. Euro zurückgegangen ist. Firmenwertabschreibungen zum zweiten Halbjahr in Höhe von 118 Mio. Euro belasten zusätzlich den Gewinn vor Steuern.

Die VIG-Gruppe ist unter Berücksichtigung der COVID-19 Situation solide unterwegs. Wir sehen uns operativ weiter in der Lage, die Auswirkungen der Pandemie für die Versicherungsgruppe zu managen. Generell hat sich bestätigt, dass sich unser Geschäftsmodell mit der sehr breiten Diversität über Länder, Marken, Vertriebswege und Produkte auch in schwierigen Phasen erfolgreich bewährt. Das ermöglicht uns weiterhin, die sich bietenden Chancen optimiert zu nutzen und unsere langfristigen Wachstumsambitionen fortsetzen zu können“, erklärt Generaldirektorin Elisabeth Stadler.

Positive stabile Prämienentwicklung  
Nach den ersten drei Quartalen 2020 ist das Gesamtprämienvolumen um 1,7 % auf 7.986 Mio. Euro angestiegen. Somit konnte trotz der starken Beeinflussung durch die Corona-Pandemie eine stabile Prämienentwicklung verzeichnet werden. Mit Ausnahme der Lebensversicherung, wo nach den ersten neun Monaten 2020 ein geringfügiger Rückgang von rund 1 % zu verzeichnen war, liegen alle Sparten im Plus, insbesondere die Sonstige Sachversicherung (+5,3 %). Die Träger des Wachstums in der Prämienentwicklung sind vor allem die Segmente Österreich und Polen. Auch die Segmente Türkei/Georgien, Rumänien und Ungarn weisen über dem Gesamtdurchschnitt liegende Prämienzuwächse auf.

Finanzergebnis und Firmenwertabschreibungen belasten Gewinn 
Der Gewinn vor Steuern für das erste bis dritte Quartal 2020 liegt mit 266,3 Mio. Euro um 29,2 % unter dem Wert des Vorjahres. Maßgeblich beeinflusst wurde dieses Ergebnis vom rückläufigen Finanzergebnis und von den bereits zum Halbjahr 2020 vorgenommenen Firmenwertabschreibungen für Bulgarien, Kroatien und Georgien. Ohne diese Firmenwertabschreibungen in Höhe von rund 
118 Mio. Euro würde für die ersten neun Monate des Jahres 2020 eine Steigerung des Gewinns vor Steuern von 2,1 % auf 384,1 Mio. Euro verzeichnet werden. Das Finanzergebnis (inkl. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) liegt mit rund 513 Mio. Euro um 18 % unter jenem des Vorjahres, was auf die negative Entwicklung der Kapitalmärkte durch COVID-19 und Einmaleffekte zurückzuführen ist. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Minderheiten beträgt nach den ersten drei Quartalen 2020 175 Mio. Euro (-22,7 %). Die Tschechische Republik, Rumänien und die Slowakei weisen die höchsten absoluten Wachstumsbeiträge zum Gewinn vor Steuern auf.

Combined Ratio leicht verbessert
Die Combined Ratio liegt mit 96,1 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres (96,4 %). Das ist zum Teil auf verbesserte Schadensätze als Folge der Pandemie zurückzuführen. Wie bereits zum Halbjahr 2020 prognostiziert, wurde gleichzeitig nach der Lockerung der Bestimmungen in den jeweiligen Ländern ein Anstieg der Schadenaufwände registriert und auch vermehrt höhere Schadenreserven gebildet. 

Gewinnerwartung für 2020
Aufgrund der aktuellen Situation, die zu unterschiedlich ausgeprägten Lockdowns und verschärften COVID-19 Maßnahmen geführt hat, ist die Einschätzung der mittel- und langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf die Volkswirtschaften und in Folge des Versicherungsgeschäfts weiterhin erschwert. Die CEE-Region ist in der ersten COVID-Welle im Durchschnitt besser davongekommen als Österreich bzw. Westeuropa. Diese Lage hat sich mit der zweiten Welle geändert und es sind in vielen VIG-Märkten sehr hohe Infektionsraten zu verzeichnen. Die revidierten aktuellen Wirtschaftsprognosen für diese Region rechnen mit einer Rezession im vierten Quartal 2020 und mit einer schwächeren ökonomischen Erholung als noch vor einigen Wochen. „Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und vorbehaltlich unvorhersehbarer Volatilitäten auf den Kapitalmärkten erwarten wir für das Gesamtjahr einen Gewinn vor Steuern in einer Bandbreite von 300 bis 350 Mio. Euro", erklärt Elisabeth Stadler.