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Kennzahlen | 28.11.2018 08:00:00

Vienna Insurance Group setzt Aufwärtstrend im dritten Quartal 2018 fort

Alle Kennzahlen in den ersten neun Monaten verbessert, Ziele für 2018 bestätigt

  • Prämienplus von +2,9 Prozent auf rund 7,4 Mrd. Euro
  • Ergebnis (vor Steuern) um +6,4 Prozent auf 352,3 Mio. Euro gesteigert
  • Combined Ratio deutlich auf 96,3 Prozent gesenkt (Q1-3 2017: 97,3 Prozent)

Die Vienna Insurance Group (VIG) setzt die stabile Aufwärtsentwicklung in den ersten drei Quartalen 2018 fort und präsentiert erneut verbesserte Kennzahlen. „Mit diesem positiven Geschäftsverlauf sind wir sehr zuversichtlich, unsere gesetzten Ziele für 2018 zu erreichen. Wir peilen für 2018 weiterhin ein Prämienvolumen in der Höhe von 9,5 Mrd. Euro und ein Ergebnis (vor Steuern) in einer Bandbreite von 450 bis 470 Mio. Euro an. Unsere kontinuierliche Aufwärtsentwicklung und breite Risikodiversifizierung über Länder hinweg verleiht uns auch die nötige finanzielle Grundlage, um uns zukunftsfit aufzustellen. Das beweist auch das im dritten Quartal 2018 wieder bestätigte „A+“ Rating mit stabilem Ausblick von Standard & Poor’s für unsere solide Finanzposition und hohe Kapitalstärke“, verkündet Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group.

Prämienvolumen im Plus

In den ersten drei Quartalen 2018 stiegen die verrechneten Konzernprämien um +2,9 Prozent auf rund 7,4  Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der Einmalerläge liegt das Prämienwachstum bei +5,4 Prozent. Mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung konnten wieder alle Sparten deutliche Zuwächse verzeichnen. Zum Prämienplus haben in erster Linie die Tschechische Republik, das Baltikum und Ungarn beigetragen. Im Baltikum verzeichnete die VIG in allen Versicherungssparten positive zweistellige Entwicklungen und konnte das Prämienvolumen um insgesamt +16,5 Prozent steigern. Eine zweistellige Wachstumsrate verzeichnete ebenso Ungarn (+11,2 Prozent).

Anstieg beim Ergebnis (vor Steuern)
Das Konzernergebnis (vor Steuern) wuchs vom ersten bis dritten Quartal 2018 um +6,4 Prozent auf 352,3 Mio. Euro. Signifikante Gewinnsteigerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten in Österreich, der Tschechischen Republik und im Segment Sonstige CEE, das unter anderem die Märkte Kroatien, Serbien, Mazedonien und die Ukraine einschließt, verzeichnet werden. Ein starkes Plus zum Konzernergebnis (vor Steuern) trug Ungarn mit +34,9 Prozent bei, welches vorwiegend auf den Wegfall der Abschreibung für Versicherungsbestände aus der Vienna Life im Vorjahr zurückzuführen ist. Die bulgarischen VIG-Konzerngesellschaften leisteten mit einem Plus von +21,7 Prozent ebenso einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung des Konzernergebnisses. Auch in der Tschechischen Republik und im Baltikum waren positive Ergebnissteigerungen zu verzeichnen. Einzig in Rumänien verläuft die Entwicklung des Kfz-Versicherungsgeschäfts wenig erfreulich, womit wir diese Marktsituation weiterhin genau beobachten. In den ersten drei Quartalen 2018 wurde ein Verlust in Höhe von 72,2 Mio. Euro ausgewiesen. Dieser resultiert vorrangig aus der im zweiten Quartal 2018 durchgeführten Abschreibung von Firmenwerten in Höhe von 50,1 Mio. Euro sowie einer Rückstellungsbildung für ein laufendes, marktweites Wettbewerbsverfahren und einer Stärkung der Reserven in den Kfz-Sparten im dritten Quartal 2018.

Combined Ratio und weitere Kennzahlen klar verbessert
Die Combined Ratio der VIG lag vom ersten bis dritten Quartal 2018 bei ausgezeichneten 96,3 Prozent und damit um einen Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr (Q1-3 2017: 97,3 Prozent). Das ist auf geringere Naturkatastrophenschäden und somit einen verbesserten Schadensatz im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückzuführen. Zur deutlichen Reduzierung der Combined Ratio trugen vor allem die Segmente Österreich, Tschechische Republik, Baltikum, Sonstige CEE und Polen bei.

Die Kapitalanlagen des Konzerns einschließlich der liquiden Mittel betrugen zum 30. September 2018 37,5 Mrd. Euro und lagen damit knapp über dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2017: 37,4 Mrd. Euro).

Das Finanzergebnis beträgt nach den ersten drei Quartalen 2018 795,9 Mio. Euro. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Anstieg um +8,7 Prozent, was vorwiegend auf Erträge sowohl aus dem Verkauf der Beteiligung an der S IMMO AG als auch aus dem Immobilienbereich zurückzuführen ist.

Global Assistance der VIG weiter ausgebaut
Im Rahmen der „Agenda 2020“ setzt die VIG den Ausbau der Assistance-Leistungen mit eigenen Servicegesellschaften fort. Im August 2018 wurde nach erfolgreichem Einsatz der modernsten Kfz-Assistance am polnischen Markt jetzt eine eigene Global Assistance-Gesellschaft für Polen gegründet. Seit 1. Oktober 2018 ist die bereits 2017 gegründete „Global Assistance Romania“ in Rumänien im Kfz-Bereich operativ tätig. In Zukunft wird die Global Assistance in den jeweiligen Ländern den Support sämtlicher Assistance-Leistungen der Sparten Kfz, Reise, Haushalt und Gesundheit übernehmen. Die VIG ist in fünf Ländern mit einer eigenen Assistance-Gesellschaft tätig. Nach dem Erfolg des Konzepts „Alles aus einer Hand“ in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Bulgarien, Rumänien und Polen plant die VIG, die Assistance-Leistungen in weiteren CEE-Ländern aufzubauen.

Stärkung der Marktposition
Die Vienna Insurance Group konnte im dritten Quartal 2018 ihre Marktposition stärken. Anfang September 2018 wurde der Kauf der in Estland ansässigen und im gesamten Baltikum tätigen Seesam Versicherung abgeschlossen, die seit Ende Oktober 2018 im neuen Redesign auftritt. Die VIG ist im Baltikum mit 20,4 Prozent Marktanteil die Nummer 1. Ebenfalls seit Ende Oktober 2018 ist die von der VIG in Bosnien-Herzegowina Anfang des Jahres 2018 erworbene Gesellschaft Merkur Osiguranje unter der neuen Marke Vienna Osiguranje aktiv. Die VIG konnte mit dem Erwerb dieser Gesellschaft ihren Marktanteil auf 8,5 Prozent in Bosnien-Herzegowina nahezu verdoppeln. Im dritten Quartal konnte auch in Österreich die Bankversicherungsgesellschaft s Versicherung mit der Wiener Städtischen Versicherung erfolgreich fusioniert werden, wodurch mit knapp 24 Prozent Marktanteil der größte Lebensversicherer Österreichs entstand. Somit steht nur noch die für Ende dieses Jahres geplante Verschmelzung der tschechischen Bankversicherungsgesellschaft PČS mit der Kooperativa am Plan.