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Günter-Geyer-Preis für soziales Bewusstsein

Gruppenweites soziales Engagement holt seit 2012 der „Günter Geyer Preis für soziales Bewusstsein“ vor den Vorhang. Diese nach dem Aufsichtsratspräsidenten des Wiener Städtischen Versicherungsvereins Dr. Günter Geyer benannte Auszeichnung wird jedes Jahr an drei VIG-Gesellschaften verliehen, die durch ihre oder die Aktivitäten ihrer Mitarbeiter Außerordentliches im sozialen Bereich leisten.

Wie in den Jahren zuvor zeichnen sich auch die Preisträger 2020 (Platz 1: rumänische Omniasig; Platz 2: slowakische Komunálna; Platz 3: polnische Vienna Life) durch herausragendes soziales Engagement aus:

Soziales Engagement hat in der rumänischen Omniasig viele Gesichter und Facetten

Die rumänische Omniasig sicherte sich 2020 den Günter Geyer Preis für soziales Bewusstsein in Gold. Bereits 2019 entwickelte die Versicherungsgesellschaft neue Projekte zugunsten von sozial benachteiligten Menschen im ländlichen Raum und konzentrierte sich dabei schwerpunktmäßig auf Bildungsmöglichkeiten für nachkommende Generationen. Im Zuge einer neu geknüpften Partnerschaft mit „World Vision Romania“ hat das Unternehmen eine Schule in Malu Roşu – ein Dorf nördlich von Bukarest – renoviert. Über 40 Mitarbeiter inklusive Vorstandsvorsitzendem und zwei weiteren Vorstandsmitgliedern haben an ihrem „Social Active Day“ – in insgesamt rund 500 Arbeitsstunden – 1.300 m² an Innenräumen renoviert. Mit Hilfe von fünf der größten Influencern des Landes, die die rumänische Gesellschaft mit an Bord des Projektes holte, wurde die Schulrenovierung via Social Media kommuniziert – unter anderem haben die Influencer zu Buchspenden für die Schule aufgerufen. Außerdem ist die Omniasig ein stolzer Partner von „Global Money Week“, ein Finanzbildungsprogramm für Kinder, welches unter anderem vom Bildungsministerium und der rumänischen Finanzaufsichtsbehörde unterstützt wird. Alle Kooperationspartner eint das Ziel, Kinder über Geld und Finanzen frühzeitig aufzuklären. 2019 spendete die Omniasig nicht nur relevantes Buchmaterial, sondern kaufte auch Fachliteratur an. So freuten sich Kinder eines sehr verarmten Viertels in Bukarest über 200 Schulbücher.

Weitere Geld- und Sachspenden in Form von Essen, Hygieneartikel oder Kleidung für benachteiligte Kinder und Jugendliche in ärmeren Gebieten wurden im Zuge der „Food Bank“-Kampagne gesammelt. Bereits zum vierten Mal organisierte die Omniasig gemeinsam mit dem rumänischen Roten Kreuz diese Aktion, 30 Mitarbeiter sowie der Vorstandsvorsitzende überbrachten die Spenden persönlich. Darüber hinaus setzt sich die rumänische Gesellschaft auch für Umweltschutz ein, unter anderem mit der unternehmensinternen Kampagne „Eco Pilots on 2 Wheels“. Diese rief Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sommermonaten dazu auf, mit dem Fahrrad anstatt dem Auto zur Arbeit zu fahren. Insgesamt 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich daran beteiligt, jene drei, die am öftesten mit dem Rad ihren Arbeitsweg zurücklegten, wurden mit einem neuen Fahrrad belohnt.

Außerdem achtet die Omniasig bereits seit 2014 in vielen ihrer Büros in Bukarest auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Papierverbrauch und Recycling. Allein im Jahr 2019 haben die Mitarbeiter zum Recycling von 7.329 Kilogramm Papier und Pappe beigetragen – das entspricht rund 110 verwerteten Bäumen. Zusätzlich pflanzen Mitarbeiter im Rahmen ihres „Social Active Days“ jedes Jahr Sämlinge in der Kommune Cormarnic, ein Gebiet in der Großen Walachei. Diese im Jahr 2016 von der Ominasig initiierte Aktion wird in Kooperation mit „ROMSILVA“ und der „Tourism Association for Nature Oxygen“ durchgeführt, nicht zuletzt um die Auswirkungen illegaler Baumfällungen – ein in Rumänien weit verbreitetes Problem – einzudämmen. Als langjähriger verlässlicher Partner der größten sozialen Freiwilligenorganisation des Landes „Let’s do it, Romania!“ sammelten 2019 42 Mitarbeiter gemeinsam mit rund 365.000 Freiwilligen in ganz Rumänien Müll und Abfall ein.

Im Zuge eines persönlichen Besuchs überreichten die VIG-Vorstandsdirektoren Hartwig Löger (links) und Dr. Peter Thirring (rechts) Scheck und Pokal an Komunálna-CEO Slávka Miklošová. © KOMUNALNA poistovna

Ein großes Herz für Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Gesunde und sportliche Kinder sind der slowakischen Komunálna ein besonderes Herzensanliegen. Deswegen hat das Unternehmen 2018 den „Sporttag im Kindergarten“ eingeführt und aufgrund seines enormen Echos im Jahr darauf erweitert. Acht Kindergärten in allen slowakischen Landesbezirken nahmen am eigens von der Versicherungsgesellschaft entwickelten altersgerechten Sport- und Freizeitprogramm teil. Im Vorfeld wurden die Kindergärten von insgesamt 77 Mitarbeitern und dem Vorstand der Versicherungsgesellschaft renoviert. Die Palette an Tätigkeiten an diesem ganz besonderen „Social Active Day“ war, je nach Zustand des Kindergartens, breit gefächert: Es wurde gestrichen, gebastelt, ge- und bebaut sowie gegärtnert.

Darüber hinaus besuchen Mitarbeiter der Komunálna jedes Jahr soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in zahlreichen slowakischen Städten. Dort verteilen sie Geschenke an Bedürftige oder gastieren als Nikolaus. Neben dem „Sporttag in Kindergärten“ unterstützte die Komunálna 2019 insgesamt 161 Projekte aus dem Sport-, Kultur- und sozialen Bereich – und das in allen slowakischen Regionen. Auch das Projekt „Oskar ohne Barriere“ erfuhr die Zuwendung der slowakischen Versicherungsgesellschaft. Dabei werden slowakische Städte und Gemeinden, die sich in vorbildlicher Weise um die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen kümmern und besondere Impulse im Bereich der Inklusion von Behinderten setzen, ausgezeichnet. In diesem Zusammenhang unterstützte die Komunálna erneut die Wohltätigkeitsspendenaktion der TA3 Television Foundation. Bereits zum sechsten Mal organisierte TA3 eine Spendenaktionen zugunsten von Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Per Fahrrad legte der Leiter der TA3 Stiftung Peter Káčer hunderte von Kilometern quer durch die ganze Slowakei zurück. Mit dieser außerordentlichen Geste gibt Káčer Menschen, die wie er selbst beeinträchtigt sind, Hoffnung. Er trug damit außerdem dazu bei, die Aktion noch bekannter zu machen und sensibilisierte eine breite Öffentlichkeit für Behandlungsmöglichkeiten von Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Als langjähriger Partner von „Children of Slovakia“ beteiligte sich die Komunálna auch am Projekt „Childfriendly Community“. Hierbei geht es vor allem darum, für Kinder und Jugendliche ein Umfeld zu schaffen, das ihnen soziale und gesellschaftliche Teilhabe und Mitspracherecht in allen für sie relevanten kommunalen Bereichen ermöglicht. Damit will man der Abwanderung von jungen Familien entgegenwirken. Für ihre zahlreichen sozialen Aktivitäten und Förderungen auf humanitärem Gebiet wurde die Komunálna 2020 mit dem Günter Geyer Preis für ehrenamtliches Engagement in Silber ausgezeichnet.

Am Bild v.l. Vienna Life CEO Tomasz Borowski und VIG-Vorstandsdirektor Harald Riener. © Vienna Life TU na Życie S.A Vienna Insurance Group
Am Bild v.l. Vienna Life CEO Tomasz Borowski und VIG-Vorstandsdirektor Harald Riener. © Vienna Life TU na Życie S.A Vienna Insurance Group

Eine gelebte Partnerschaft mit der ehrenamtlichen Stiftung Powiślańskiej (PFS)

Dass die Vienna Life in Polen über ein ausgeprägtes soziales Bewusstsein verfügt, bewies sie unter anderem durch ihre Partnerschaft mit der ehrenamtlichen Stiftung Powiślańskiej (PFS). Die NGO kümmert sich seit knapp drei Jahrzehnten um sozial benachteiligte Menschen, darunter Familien aus ärmlichen Verhältnissen, Suchtkranke und Arbeitslose. Im Warschauer Bezirk Powiśle hält PFS präventive sowie therapeutische Programme ab, außerdem gibt es zwei Tageszentren für Kinder und Jugendliche und zwei Beratungszentren für Familien. Rund 70 Mitarbeiter der Vienna Life packten an ihrem „Social Active Day“ in der ehrenamtlichen Stiftung mit an. So unterstützte man unter anderem bei Tanz- und Filmproduktions-Workshops für Tageszentrum-Kinder. Begeistert davon, auf welche Art und Weise man noch seine Freizeit verbringen könne, entdeckten einige Kinder auch ihre Leidenschaft für Jazztanz. Die Jugendlichen hingegen staunten über das Prozedere einer professionellen Filmproduktion, in der sie selbst zu den Hauptprotagonisten zählten. Im Sommer 2019 beteiligte sich die Versicherungsgesellschaft an der Finanzierung eines dreiwöchigen Kanu-Ferientrips am Fluss Wkra für Kinder aus dem PFS-Tageszentrum. Während ihres Aufenthaltes im Ferienlager nutzten die Kinder auch die Möglichkeit, mit Psychologen zu sprechen.

Im Vorfeld war aber die Sportlichkeit der Mitarbeiter gefragt: Denn Voraussetzung für die Finanzierung der Kanu-Reise war die Teilnahme von Vienna Life-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Sport-Wettbewerb „Fit für den Urlaub“. Es galt, mindestens 1.000 Stunden Sportprogramm mit den Kindern aus dem Tageszentrum zu absolvieren. Das Ziel wurde übererfüllt: Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren gemeinsam mit den Kindern mehr als 1.600 Stunden (das entspricht etwa zehn Wochen) sportlich aktiv.

Basierend auf der gelungenen Kooperation mit PFS rief die Vienna Life die Kampagne „Zauważaj (zu Deutsch „Beachte“) ins Leben. Diese Aktion will Bewusstsein dafür schaffen, dass wir in unserem hektischen Alltag kaum aufmerksam sind für die Bedürfnisse anderer. Umgekehrt können bereits einige kleine Gesten einen großen Unterschied bewirken. Im Zuge dieser Aktion sind ein 20-minütiger Dokumentarfilm, Werbung, Online- und Social Media-Aktivitäten entstanden. Im Film wird das Leben von Kindern aus PFS-Tageszentren, einer dort tätigen Tutorin und eines Vienna Life-Mitarbeiters miteinander verknüpft. Auch während der Corona-Pandemie im Berichtsjahr hat die Vienna Life die ehrenamtliche Stiftung unbürokratisch unterstützt, etwa durch den Ankauf von Desinfektionsspendern. Rasche Unterstützung blieb auch nach dem Brand eines der Tageszentren nicht aus: Die Vienna Life kümmerte sich zeitnah um neue Möbel.

Günter Geyer Award
© Wiener Städtische Versicherungsverein

Der „Günter Geyer Preis für soziales Bewusstsein“ wird in Gold, Silber und Bronze vergeben und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist für soziale Projekte zweckgebunden und soll Anreiz bieten, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.