Corporate Respons­ibility

CSR im Kerngeschäft

In ihrem unternehmerischen Handeln hat die VIG den klaren Anspruch an sich selbst, wirtschaftliche Ziele erfolgreich mit sozialen und ökologischen Aspekten zu verknüpfen. Im Anschluss werden einige Beispiele aufgezählt, wie der Konzern CSR in sein Kerngeschäft integriert.

  1. Produkte und Services mit Nachhaltigkeitsaspekten

    Neben allgemeinen Maßnahmen der Kundenbindung bildet vor allem die bedarfsgerechte Produkt- und Servicegestaltung ein zentrales Element des laufenden Strebens nach hoher Kundenzufriedenheit. Wo es möglich und sinnvoll ist, werden bei der Ausgestaltung neuer Angebote natürlich auch Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt – ganz abgesehen davon, dass langfristige Ausrichtung und Zu-kunftssicherung per se ein Charakteristikum des Versicherungsgeschäfts darstellen.

    Im Anschluss sind einige Beispiele aufgelistet aus der Wiener Städtischen in Österreich, der größten Konzerngesellschaft der VIG.

    Kfz-Umweltbonus
    Die Wiener Städtische in Österreich bietet ihren Kfz-Kunden mit dem Umwelt- und dem Klimabonus attraktive Öko-Produkte für schadstoffarme Fahrzeuge bzw. für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb an. Darüber hinaus ist die Wiener Städtische seit 2006 Partner des „klima:aktiv mobil Programms“ und unterstützt umweltschonende Mobilitätstechnologien wie erdgasbetriebene Fahrzeuge, Hybridfahrzeu-ge sowie weitere alternative Antriebskonzepte.

    Umweltfreundliche e-box
    Sicher, kostenlos und umweltfreundlich ist die e-box der Wiener Städtischen, das elektronische Postfach zur Übermittlung von Versicherungskorrespondenzen. Auf Wunsch erhalten Kunden ihre Post elektronisch via e-box – rund um die Uhr, schnell und unkompliziert.

    WetterService-App
    Mit den kostenlosen mobilen Services der Wiener Städtischen sind Kunden auch unterwegs immer top informiert. Die mobile WetterService-App hilft, Hab und Gut zu schützen und sicher unterwegs zu sein. Neben Warnungen vor Sturm, starkem Regen oder Schneefall, Gewitter mit Hagel und Glatteis stehen auch aktuelle 5-Tages-Wetterprognosen für ganz Österreich sowie weltweite Reiseziele zur Verfügung.

    Fondsgebundene Lebensversicherung „United Funds of Success Ethik“
    Mit der fondsgebundenen Lebensversicherung „United Funds of Success Ethik“ bietet die Wiener Städtische seit einigen Jahren die Möglichkeit, Sparprämien nachhaltig und ethisch zu veranlagen. Die Prämien werden in den von Schellhammer & Schattera gemanagten Fonds „Superior 3“ investiert. Ein eigens nominierter Ethikbeirat, der sich aus kompetenten Persönlichkeiten aus Kirche, Wirtschaft und Wissenschaft zusammensetzt, definiert dabei in regelmäßigen Zusammentreffen konkrete Vorgaben und Rahmenbedingungen für diese Investments. Zudem werden laufend Informationen über die sozialen und ökologischen Entwicklungen von Unternehmen, Branchen und Ländern für Investmententscheidungen herangezogen. Unabhängige Wirtschaftsprüfer kontrollieren die Einhaltung des Auswahlverfahrens. Damit sind Transparenz und Glaubwürdigkeit des Veranlagungsprozesses sichergestellt.

    Gesundheitsfördernde Angebote
    Die Wiener Städtische möchte ihre Versicherungsnehmer dabei unterstützen, ihre Gesundheitsziele zu erreichen. Welches persönliche Ziel gesteckt wird, das liegt natürlich ganz beim Einzelnen. Aber eines ist sicher: Mit dem einzigartigen Zusatzpaket „Besser Leben“ zur Sonderklasseversicherung gelingt es leichter. Dieses Paket bietet ein gesundheitsförderndes Lifestyle-Angebot, wie z.B. einen Weight-Watchers-Kurs oder ein spezielles Rückentraining. Außerdem besteht die Möglichkeit zu einer bedarfsgerechten Vorsorge-Untersuchung. Alternativ dazu kann aus über 300 Wellness-, Freizeit- und Fitnessangeboten gewählt werden.

    Zukunftsthema Pflege
    Das Thema Pflege zählt zu den großen Herausforderungen der Zukunft. Die Wiener Städtische be-fasst sich seit über zehn Jahren intensiv damit und ist Marktführer in Österreich. Darüber hinaus ist es ihr ein Anliegen, die breite Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Gemeinsam mit dem Wiener Städtische Versicherungsverein hat sie 2012 die Initiative „PflegerIn mit Herz“ ins Leben gerufen, die allen Menschen, die im Pflegebereich tätig sind eine Stimme gibt, um ihnen gebührend „Danke“ zu sagen. Im Jahr 2014 konnten die Initiatoren, der Wiener Städtische Versicherungsverein und die Wiener Städtische Versicherung, neben den „Partnern der ersten Stunde“ – das Sozial- und Wirtschaftsministerium sowie die Erste Bank/Sparkassengruppe – zwei weitere Unterstützer gewinnen: die Wirtschaftskammern Österreichs und die Arbeiterkammern Österreichs. Allen gemein ist das Ziel, Bewusstsein für Themen im Pflegebereich zu schaffen und Österreichs „PflegerInnen mit Herz“ vor den Vorhang zu holen. Aus rund 2.300 Nominierungen wählte die Jury 2015 zwei Gewinner pro Bundesland aus. Die 18 „PflegerInnen mit Herz“ wurden am 18. November 2015 im Wiener Ringturm in feierlichem Rahmen für ihr herausragendes Engagement geehrt.

    Neue Maßstäbe in der Kundenberatung
    Die Wiener Städtische setzt in der Kundenberatung neue Maßstäbe: Neben den bewährten Services wie persönliche Versicherungsberatung, Call Center, Facebook, Website-Informationen und Apps bietet die Wiener Städtische seit September 2015 professionelle Videoberatung an und erweitert damit ihre Service-Landschaft um eine Innovation.

    Zusätzlich zur Beratung mit Bild und Ton bietet der neue Kommunikationsweg viele Vorteile: Beispielsweise wird über eine Co-Browsing-Lösung ein gemeinsames Surfen auf Websites ermöglicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, Dokumente zu übertragen oder sich gemeinsam Produktfolder, Bedingungen oder Videos anzusehen. Das Übermitteln von Textnachrichten via Chat rundet das Angebot ab. Der Fokus der Videoberatung liegt vorerst auf dem Thema „Online versichern“.  

  2. Verantwortungsvolle Veranlagung

    Als führender Versicherungskonzern in ihren Kernmärkten ist sich die VIG ihrer Verantwortung für nachhaltiges Investieren einerseits und der Förderung von innovativen und umweltschonenden Ideen andererseits bewusst. „Global denken – lokal lenken“ – diesem Prinzip zur Zielerreichung folgt die VIG vorrangig auch im Rahmen ihrer Anlageentscheidungen. Im Bereich der Infrastrukturinvestitionen bedeutet das, lokale Infrastrukturprojekte zu unterstützen, die nachhaltig eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen vor Ort mit sich bringen. Als Beispiel kann hier das anhaltende Engagement beim Bereitstellen von leistbarem Wohnungsraum in Österreich genannt werden. Auch soziale Aspekte sowie Energieeffizienz werden bei diesen Investitionen berücksichtigt. Weiters wird innerhalb der VIG bei der Errichtung von eigenen Bürogebäuden die lange Tradition des effizienten Umgangs mit Energie und Ressourcen aller Art fortgesetzt.

    Die Investmentphilosophie der VIG beinhaltet als einen zentralen Punkt die fortwährende Veranlagung in Staatsanleihen. Damit bilden diese Investitionen in lokale Staatsanleihen einen wesentlichen Baustein der Wertpapierveranlagungen der VIG-Versicherungsunternehmen in den Ländern der CEE-Region. Die VIG stellt als nachhaltiger Investor dadurch langfristiges Kapital für die Finanzierungsbedürfnisse der CEE-Staaten zur Verfügung.

    Eine verantwortungsvolle Veranlagungsstrategie spielt insbesondere auch vor dem Hintergrund der lang laufenden Verpflichtungen der Lebensversicherung eine bedeutende Rolle. Der Gewährleistung, diesen Verpflichtungen auch in Zukunft vollumfänglich nachkommen zu können, wird in der Veranlagung oberste Priorität eingeräumt. Die Lebensversicherungsunternehmen im Konzern sind verpflichtet, diesem Umstand durch entsprechende Steuerungsmaßnahmen Rechnung zu tragen. Interne Analysen zur Fristenkongruenz werden regelmäßig im Konzern unter Verwendung der aktuellen Marktparameter (Zinskurve) durchgeführt. 

  3. Durch operatives Risikomanagement Schäden verhindern und damit die Umwelt schützen

    Zusammenarbeit der VIG mit Risk Consult und Risk Experts
    Die Risk Consult und ihre Tochterfirma Risk Experts besichtigen unter anderem im Auftrag der VIG Industriebetriebe, gewerbliche Anlagen, Infrastruktur-Einrichtungen, etc. im In- und Ausland und empfehlen Maßnahmen, welche Schäden verhindern oder das Ausmaß solcher Schäden verringern sollen. Die Risikoexperten, Risk Consult und Risk Experts, beschäftigen sich seit 25 Jahren mit operativem Risikomanagement und sind damit Vorreiter in diesem Bereich in Österreich und CEE.

    Zahlreiche Risikoverbesserungsmaßnahmen bei Großkunden der VIG verhindern oder vermindern Schäden und haben damit positive Auswirkungen auf die Umwelt. Ein paar Beispiele:  

    • Veränderungen der Bauweise bzw. die Wahl anderer Baumaterialien können im Brandfall giftige Emissionen vermindern. 
    • Eine rasche und kompetente Abwicklung von Schäden verringert die Umweltbelastung von Luft, Boden, Oberflächen- und Grundwasser.
    • Mehr Sicherheit auf Baustellen führt durch stärkeres Bewusstsein und geringere Fehlarbeiten auch zu weniger Materialeinsatz.

    Auf Anregung und mit Unterstützung der Risk Consult und Risk Experts hat die innovative INEX-Sustainability Challenge, eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Universität für Bodenkultur Wien, Wirtschaftsuniversität Wien, Technische Universität Wien und Universität Wien unter Betreuung der renommierten Klimaforscherin Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb die Auswirkungen eines Brandschadens auf die Umwelt untersucht. Es wurde damit auch quantitativ dokumentiert, dass ein verhinderter Schaden nicht nur negative volkswirtschaftliche Auswirkungen verhindert, sondern auch die Umweltsituation stark positiv beeinflusst. In Summe sind durch Risikomanagement verhinderte (Brand-)Schäden ein einfach zu realisierender Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Neben CO2-Emmission können aber auch riesige Mengen an umweltbelastenden Stoffen vermieden werden.

    Umwelttechnologiepreis DAPHNE für Risk Experts
    Mit den Empfehlungen der Risikoexperten und mit deren Unterstützung bei der Umsetzung werden Jahr für Jahr hunderte Schäden verhindert oder deren negative Auswirkung drastisch verringert. Im Jahr 2013 wurde das innovative Geschäftsmodell der Risk Experts, welches in seiner volkswirtschaftlichen und umweltschützenden Bedeutung bis dahin vielen gar nicht bewusst war, für den Umwelttechnologiepreis DAPHNE nominiert und als „DAPHNE Excellent Project“ ausgezeichnet.

    Laufende Unterstützung von Unternehmen in Sachen Risikomanagement
    Das Dienstleistungsangebot „Monitoring“ der Risk Consult und Risk Experts umfasst die Begleitung und Unterstützung von Unternehmen bzw. Versicherungsnehmern der VIG bei der Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Dies hat viele positive Effekte zur Folge: Stärkeres Bewusstsein durch wiederkehrende Erinnerung, laufende Risikoverbesserung bei z.B. technischem und organisatorischem Brandschutz usw. Die Umsetzungsquote von Empfehlungen bei so betreuten Unternehmen stieg von ursprünglich unter 15% auf über 60%.

    Rasches Schadenmanagement im Ernstfall
    Auch wenn der Schwerpunkt der Risikoexperten-Tätigkeit im Schutz von Sachwerten in Unternehmen und der Verhinderung von langdauernden Produktionsausfällen zu liegen scheint, hat diese Arbeit direkt positive Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

    Ist ein Schaden erst einmal eingetreten, geht man allgemein davon aus, dass die Schadenhöhe – und damit die negative Auswirkung auf Unternehmen und Umwelt – nicht mehr beeinflusst werden kann. Das ist aber eine falsche Annahme – hier setzt das Schadenmanagement der Risk Consult und Risk Experts ein. Sie sind so schnell wie möglich vor Ort, um das betroffene Unternehmen (für das ein Großschaden eine meist einmalige Ausnahmesituation darstellt) in der raschen Wiedererlangung der uneingeschränkten Betriebsfähigkeit zu unterstützen. Sachschäden können durch schnelle und richtige Maßnahmen oft um 30% und mehr gesenkt werden, bei fehlenden oder falschen Maßnahmen sich jedoch wesentlich erhöhen. Durch die richtige Betreuung und Sofortmaßnahmen können das Ausmaß an schadstoffbelasteten Teilen minimiert und das Recycling bzw. die Wiederverwendung erhöht wer-den. Bei Kontamination von Boden und/oder Grundwasser ist die koordinierte rasche Beurteilung und Maßnahmensetzung ebenfalls entscheidend.

    CSR als Teil der VIU Underwriting and Claims Handling Academy

    Bei der VIU, der Vienna International Underwriters GmbH, einer Tochtergesellschaft der Vienna Insurance Group handelt es sich um eine Zeichnungsagentur, die gruppenweit im Firmen- und Industriegeschäft für die VIG tätig ist. Die verantwortungsvolle und spezifisches Fachwissen voraussetzende Tätigkeit eines Underwriters erfordert umfassende Ausbildung. 2008 wurde daher ein Weiterbildungsprogramm für VIU-Underwriter, die Versicherungsspezialisten der VIG, und in weiterer Folge auch für die Schadenspezialisten erstellt. Neben dem Ziel eines fachlichen Trainings im Industrie- und Großkundenbereich liegt der Schwerpunkt der so genannten VIU Underwriting and Claims Handling Academy auch im Networking sowie im Austausch von Best Practices. Im Rahmen dieser Ausbildung werden die Teilnehmer in einer eigenen Einheit auch für das Thema CSR sensibilisiert.

  4. Umweltfreundliche Schadenabwicklung

    Als Beispiel für eine umweltfreundliche Schadenabwicklung kann der Umgang der VIG-Gesellschaft Bulstrad mit den schweren Hagelschäden in Sofia im Juli 2014 angeführt werden. Ein heftiger Hagelsturm hatte unter anderem mehr als 300.000 beschädigte Autos zur Folge. Die Kfz-Werkstätten waren mit dieser Schadendimension überfordert und die Wartelisten entsprechend lang.

    Die Mitarbeiter der bulgarischen VIG-Gesellschaft Bulstrad nahmen die Sache selbst in die Hand und stellten für ihre Kunden eine unkonventionelle, aber wirksame Schadenabwicklung sicher. Rasch wurde eine leerstehende Halle angemietet, in der beschädigte Autos von Experten repariert wurden. Beim Beseitigen der Hagelschäden an der Karosserie kam die innovative Paintless-Dent-Removal-Methode zum Einsatz, die im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren weniger Ersatzteile, Arbeitszeit und Lackierung benötigt und dadurch günstiger, rascher und vor allem auch umweltschonender ist.

  5. Naturkatastrophen – Umgang und Lösungsansätze der VIG

    Die Vienna Insurance Group ist Expertin darin, Risiken zu analysieren und zu bewerten. Naturgefahrenrisiken, wie z.B. Hochwasser, Sturm, Hagel, Schneedruck oder Erdbeben sind ein wichtiger Teil davon. Gemeinsam mit anderen Versicherungsgesellschaften in ihren Ländern tragen die Unternehmen der Vienna Insurance Group im Rahmen ihrer sozialen Verantwortung dazu bei, die Regionen, in denen die VIG tätig ist, in vielen Bereichen belastbarer und handlungsfähiger gegenüber Naturkatastrophen zu machen.

    Umfassende Deckung für Schäden durch Naturkatastrophen
    Im Rahmen der Aktivitäten in Vorbereitung auf Solvency II hat die Vienna Insurance Group ihr Expertenwissen zum Thema Naturkatastrophenmodellierung umfassend weiterentwickelt. Sie analysiert die Naturgefahrenexposure ihrer Versicherungsportefeuilles mit den aktuellsten verfügbaren Naturgefahrenmodellen. Alle relevanten Komponenten der verwendeten Naturkatastrophenmodelle wurden und werden laufend von VIG Experten validiert und plausibilisiert, um sicherzustellen, dass sie für die Modellierung des VIG Portfolios angemessen sind. Im Rahmen dieser Prozesse wurde sowohl in der Gruppe als auch in den lokalen Unternehmen ein umfangreiches Wissen der in den Modellen verwendeten Modellierungsmethoden aufgebaut.

    Die VIG bietet ihren Kunden umfassende Deckungen für Schäden durch Naturkatastrophen wie z.B. Hochwasser, Sturm, Hagel, Schneedruck oder Erdbeben. Die Ergebnisse der Modellierungen fließen in die Gestaltung dieser Versicherungsprodukte und in die Preisfestsetzung ein. Sie helfen aber auch zur Schärfung des Risikobewusstseins der Kunden und zur Unterstützung der Kunden zur Erarbeitung von Risikomanagementmaßnahmen zur Senkung ihres Risikos.

    Die Modellierungsergebnisse werden von der VIG dazu verwendet, ausreichend Vorsorge für auftretende Leistungsfälle zu treffen. Die VIG deckt ihre Exposure bis deutlich oberhalb der modellierten 250-Jahr-Ereignisse bei den größten und renommiertesten Rückversicherern ab und bietet damit ihren Kunden langfristige Stabilität in ihrer Risikoabdeckung.

    Wirksame Präventionsmaßnahmen
    Das Erkennen von Risiken und Gefahren ist eine wichtige Voraussetzung für wirksame Präventionsmaßnahmen im Bereich der Naturkatastrophen. Die Zonierung und kartografische Darstellung von Naturgefahren, das so genannte „Risk-Zoning and Mapping“, ist der erste Schritt für ein erfolgreiches Naturkatastrophenmanagement. Daher hat die VIG als Mitglied des österreichischen Versicherungsverbandes aktiv am Projekt Hochwasserrisikozonierung Austria „HORA" mitgearbeitet. Es handelt sich dabei um eine digitale Risikolandkarte, die Informationen zur Exponierung der Gefahren Hochwasser und Erdbeben sowie auch Sturm, Hagel, Blitzschlag und Schneedruck liefert. Mit diesem Public-Private-Partnership-Modell zwischen dem österreichischen Versicherungsverband und dem Lebensministerium setzt Österreichs Versicherungswirtschaft einen entscheidenden Schritt im Risikomanagement von Naturgefahren.

    Unter der Adresse www.hochwasserrisiko.at kann seit Mitte 2006 im Internet eine Adressabfrage gemacht werden, um zu sehen wie überschwemmungs-, erdbeben- usw. gefährdet ein Haus oder Grundstück ist. "HORA" ermöglicht somit das Erkennen und Bewerten von Gefahrenpotenzialen. Dies trägt auch zur Schärfung der Risikowahrnehmung in der Bevölkerung und damit zur Begrenzung künftiger Schäden bei.